Nizza-Bad - Stadt Radebeul

Nizza-Bad

Am 1. Oktober 1908 - genau vor 100 Jahren- gründete Hermann Schrapel in Radebeul - Oberlößnitz das Kurbad "Nizza-Bad". Es befand sich seit der Gründung in der heutigen Maxim-Gorki-Straße 21 (damals Kronprinzenstraße 5 und zwischendurch Russenstraße 21). Mit ein paar Wannen für Kur- und Reinigungsbäder sowie physikalischen Anwendungen (z.B. Massagen, Rot- und Blaulicht), begann alles. Die Radebeuler nahmen das Angebot sehr gern an. Die Ärzte stellten für ihre Patienten die Rezepte aus mit der Bemerkung: "Gehen Sie in's Nizza-Bad zu Schrapels".
Die Gebäudekapazität reichte bald nicht mehr aus und 1926 erfolgte ein umfangreicher An- und Umbau. Es entstand auch noch eine Wäscherei, die in den 60-er Jahren erweitert werden musste. Die Eigentümer der Einrichtung sowie die gesamte Belegschaft waren ein eingeschworenes Team. neben der Arbeit wurden auch gemeinsam Feste gefeiert und Betriebsausflüge unternommen.
Heute befinden sich in den Gebäuden Wohnungen. das Hauptgebäude mit dem bekannten turmähnlichen Rundbau stand bis in die 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts unter Denkmalsschutz - zur Freude der Nachkommen.

Christine Rothe, geb. Koch (Tochter von Elisabeth Koch, geb. Schrapel-Tochter von Herrmann Schrapel)